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Was wird gemacht?

Mittlerweile werden über 160 Projekte an über 63 Musikschulen in NRW durchgeführt. In den Projekten sind über 80 Kooperationspartner verknüpft und weit über 1.000 Kinder und Jugendliche nehmen daran teil.

Für das Jahr 2018 hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW über 280.000 € dem Landesverband der Musikschulen zur Projektförderung von Projekten mit Geflüchteten an öffentlichen Musikschulen zur Verfügung gestellt. Gefördert werden zum einen die sogenannten „Mini-Projekte“. Hierbei werden 80% der Personalkosten für 2 Jahreswochenstunden übernommen. Außerdem gibt es die Möglichkeit im Rahmen der „Offenen Ausschreibung”, größere Projekte, wie z.B. Musicals, Hörspielproduktionen oder Ferienkurse mit Geflüchteten gefördert zu bekommen. Hierbei können 80% der Gesamtkosten des Projektes übernommen werden.

Wie wird es angenommen?

Die zu Anfang des Projektes geplante Anzahl an Angeboten wurde mittlerweile verdreifacht – so groß ist die Nachfrage und auch der Erfolg. Die Erfahrungen der Lehrkräfte, das begleitende Fortbildungsangebot und auch die im Projekt entstandenen Unterrichtsmaterialien bieten eine geeignete Grundlage, um gelungene Unterrichtsangebote durchzuführen. Doch das ist nur die Basis: Die Bereicherungen, die durch die neue Art der Projekte entstehen, die Kenntnisse und Ideen der Teilnehmenden, die neuen Instrumente, Rhythmen und Melodien und vor allem die große Freude, Motivation und das Engagement aller Beteiligten, sind ein großer Gewinn.

Was passiert außerdem?

Neben den Projekten findet ein begleitendes Fortbildungs- und Austauschplattform-Angebot statt, bei dem die Lehrkräfte auf die neuen Herausforderungen vorbereitet werden. In „Interkulturellen Trainings“ werden die Kollegien der Musikschulen über die Themen „Migration und Flucht“ informiert, erhalten Kommunikationstrainings und erfahren vieles über pädagogische Hilfestellungen. In einem weiteren Schwerpunkt geht es um „Interkulturelle Musikpraxis“, bei der Instrumentenkunde, Rhythmik und Tonalität auf dem Programm stehen.
Es wurden konkrete Unterrichtsentwürfe für die „Musikalische Lernbegleitung im Spracherwerb“ von einer Fachgruppe aus Sprachlehrerinnen und Musikpädagoginnen entwickelt. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Sprachkurse für Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen Sprachunterricht an einer Regelschule erhalten. Die Unterrichtsentwürfe sind konkret an das Curriculum der Sprachkurse geknüpft und greift, mit Vokabeln oder Grammatik, Themen aus dem Unterricht auf.

Was ist geplant?

Die bisherige Projektlaufzeit geht bis Dezember 2018. Schon jetzt wird deutlich, dass der Bedarf an entsprechenden Angeboten stetig wächst und auch wenn die Anzahl an Geflüchteten, die neu zu uns nach Deutschland kommen, rückläufig ist, wird der Prozess, die Angekommenen bei uns zu integrieren noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Musikschulen sind auf diese Aufgabe vorbereitet und verfügen über die nötigen Strukturen, um einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten zu können. Es ist jedoch auch deutlich, dass nach Ende des Projekts nicht die finanziellen Mittel ausreichen werden, um die Projekte in dieser Form weiterlaufen zu lassen. Hier muss sich zeigen, inwiefern weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden können und weitere Finanzierungsmöglichkeiten bestehen.

Info

Über 160 Projekte an 63 Musikschulen

Über 80 Kooperationspartner

Weit über 1.000 beteiligte Kinder und Jugendliche

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