Im Fokus

Weitere Fördermittel für Geflüchtete aus der Ukraine

Aufgrund der aktuellen Situation stellt das Land Nordrhein-Westfalen weitere Fördermittel für das Projekt Heimat: Musik zur Verfügung. Diese Sondermittel stehen für Projekte zur Verfügung, die sich schwerpunktmäßig an Geflüchtete aus der Ukraine richten. Ebenso können auch weitere Geflüchtete bzw. Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte an den Projekten teilnehmen.

Das Antragsformular finden Sie auf unserer Unterseite Förderung unter „Downloads“ oder hier.

Die Projekte oder Angebote können Sie vielfältig gestalten. Die Kategorien (zum Beispiel Erstunterricht in Kleingruppen, Instrumentalensembles, Chorangebote, Eltern-Kind-Kurse) finden Sie ebenfalls unter dem Punkt „Förderung“. Einzelunterricht kann leider nicht gefördert werden.

Über Heimat: Musik

Unsere Gesellschaft ist vielfältig und das Projekt Heimat: Musik soll zu einer stärkeren Repräsentation dieser Vielfalt in den Musikschulen in Nordrhein-Westfalen beitragen. Das Projekt fördert seit 2016 die kulturelle Teilhabe und Inklusion von Menschen unterschiedlicher Herkünfte, schafft neue Begegnungen und ist daher auch ein wichtiger Beitrag für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. Im Vordergrund steht, Barrieren und Benachteiligungen aufgrund von Herkunft abzubauen und neue Zugänge für unterrepräsentierte Gruppen zu schaffen. Darüber hinaus steht aber auch die Erweiterung des Musikschulangebots, beispielsweise der Instrumentenvielfalt, im Fokus und der langfristige Aufbau von relevanten Kooperationen und Netzwerken.

Fachtag Heimat: Musik

Am 20. Mai 2022 fand in der Bergischen Musikschule Wuppertal unser Heimat: Musik-Fachtag „Kulturelle Vielfalt weiterdenken!“ statt. Schwerpunkte der Veranstaltung waren kulturelle Teilhabe und Inklusion, der Abbau von Barrieren und Antidiskriminierungsarbeit, verbunden mit der Frage, was „Kulturelle Vielfalt“ heute an Musikschulen bedeutet.
In ihrem Impulsvortrag nahm Canan Tekin von Coach e.V. – Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten neben einer Begriffsverortung zu Diskriminierung u.a. auch eine intersektionale Perspektive auf Musikschulen und ihre Zugangsoffenheit ein.
Auf dem Podium diskutierten anschließend Nuray Ateş-Ünal, Rahel Löwentraut und Anna Reizbikh und Cecil Arndt (Moderation) über die praktische Arbeit an der Musikschule im Kontext der Diversitätsentwicklung und Sensibilisierung für verschiedene Lebensrealitäten.
Am Nachmittag folgten vier Workshops:

Antisemitismus (mit Katja Hauser von der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V.

Rassismus (durchgeführt von Canan Tekin und Sima Vortkamp von Coach e. V. – Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migrant:innen)

Sexismus / geschlechtliche Vielfalt (mit Marek Sancho Höhne, freiberufliche:r Tainer:in im Spannungsfeld von Gender, Sexualität, Transgender, normativer Zweigeschlechterordnung)

Intersektionale Mädchen*arbeit (durchgeführt von Jasaman Behrouz und Gülay Türk von der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen*arbeit NRW – Fachstelle für queer-feministische und rassismuskritische Mädchen*arbeit und machtkritische Mädchen*politik in NRW).

Musikalisch begleitet wurde der Tag vom Trio Yma América (Gesang)/Gert Kapo (Klavier)/Pablo Ramírez (Percussion), dem Chor Women of Wuppertal und unserem Heimat:Musik-Ensemble mondomuziko nrw.
Gesamtmoderation: Katja Fernholz-Bernecker (Leiterin der Musikschule der Stadt Lüdenscheid und stellvertretende Sprecherin der Region Arnsberg im LVdM NRW)
Allen Mitwirkenden und Teilnehmenden danken wir herzlich und freuen uns auf den weiteren Austausch!

In unserer Mediathek finden Sie einige Bilder von der Veranstaltung.