Heimat: Musik / Informationen zur Projektförderung

Kulturelle Teilhabe ist ein wichtiger Faktor zur Integration von Menschen aus anderen Kulturräumen. Die Musikschulen aus NRW haben sich zum Ziel gesetzt, diese Aufgabe verstärkt in den Fokus zu nehmen und so einen Nährboden für eine gelungene Integration zu ermöglichen.

Es zeigt sich, dass Musik – da sie auch ohne Sprachkenntnisse auskommt – sehr gut geeignet ist, um das gemeinsame Erleben und Kennenlernen zu unterstützen. Zudem bietet Musik, insbesondere Gesang, eine große Unterstützung beim Spracherwerb. Sei es spielerisch in den KiTas oder auch als Teil des Sprachunterrichts.

Seit Oktober 2016 werden Projekte und Angebote mit Geflüchteten an Musikschulen besonders gefördert. Dazu wurde ein Projektkatalog erstellt mit

  • Eltern-Kind-Kursen
  • Erstunterricht in Kleingruppen für die unterschiedlichsten Instrumente und Gesang
  • Percussion-Angebote
  • Interkulturelle Instrumentalensemble und Chöre
  • Musikalische Lernbegleitung im Spracherwerb
  • Musikangeboten für Willkommensklassen und in Kooperation mit allgemeinbildende Schulen

Für das Jahr 2018 hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW fast 440.000 € dem Landesverband der Musikschulen zur Projektförderung von Projekten mit Geflüchteten an öffentlichen Musikschulen zur Verfügung gestellt. Gefördert werden zum einen die sogenannten „Mini-Projekte“. Hierbei werden 80% der Personalkosten für 2 Jahreswochenstunden übernommen. Außerdem gibt es die Möglichkeit im Rahmen der „Offenen Ausschreibung”, größere Projekte, wie z.B. Musicals, Hörspielproduktionen oder Ferienkurse mit Geflüchteten gefördert zu bekommen. Hierbei können 80% der Gesamtkosten des Projektes übernommen werden.

Mittlerweile werden über 160 Projekte an über 62 Musikschulen in NRW durchgeführt. In den Projekten sind über 80 Kooperationspartner verknüpft und weit über 1.000 Kinder und Jugendliche nehmen daran teil.

Neben den Projekten findet ein begleitendes Fortbildungs- und Austauschplattform-Angebot statt, bei dem die Lehrkräfte auf die neuen Herausforderungen vorbereitet werden. In Interkulturellen Trainings werden die Kollegien der Musikschulen über die Themen „Migration und Flucht“ informiert, erhalten Kommunikationstrainings und erfahren vieles über pädagogische Hilfestellungen. In einem weiteren Schwerpunkt geht es um Interkulturelle Musikpraxis, bei der Instrumentenkunde, Rhythmik und Tonalität auf dem Programm stehen. Hierfür hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW weitere 115.000€ zur Verfügung gestellt.

Es wurden konkrete Unterrichtsentwürfe für die Musikalische Lernbegleitung im Spracherwerb von einer Fachgruppe aus Sprachlehrerinnen und Musikpädagoginnen entwickelt. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Sprachkurse für Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen Sprachunterricht an einer Regelschule erhalten. Die Unterrichtsentwürfe sind konkret an das Curriculum der Sprachkurse geknüpft und greift, mit Vokabeln oder Grammatik, Themen aus dem Unterricht auf.

Info

Seit Oktober 2016 werden Projekte und Angebote mit Geflüchteten an Musikschulen besonders gefördert.

Musikschulen haben die Möglichkeit mit der finanziellen Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft Projekte und Angebote mit Geflüchteten anzubieten. Bei den Angeboten steht natürlich die Integration im Vordergrund, so dass natürlich alle willkommen sind, die mitmachen möchten – egal, woher sie kommen.

Fördermöglichkeiten für Musikschulen

Projektberichte